JA Musik Gruppe - Neuigkeiten und aktuelle Informationen

   Auszeichnung für Gerhard A. Meinl (03/2003)

   Musik bewegt - Berliner Apell zur musikalischen Bewegung in Deutschland

   Gerhard A. Meinl mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (10/2003)

   Vogtländische Musikinstrumentenfabrik auf die JA Musik GmbH verschmolzen (9/2002)

   TA Musik GmbH wird zu JA Musik GmbH (9/2001)

Auszeichnung für Gerhard A. Meinl (03/2003)

Während der Frankfurter Musikmesse am 5. März erhielt Gerhard A. Meinl, Geschäftsführer der JA Musik GmbH, Markneukirchen in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Musikinstrumentenhersteller "in Anbetracht der geleisteten vorzüglichen Dienste" die goldene Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes CISM.

In Anwesenheit des nationalen, deutschen Präsidenten Herrn Staatsminister a.D. Dr. Gerhard Weiser würdigte der Generalsekretär der CISM vor allem die ehrenamtliche Tätigkeit von Gerhard A. Meinl für das Ehrenamt beim Engagement um den musikalischen Nachwuchs.

Besonders hervorgehoben wurde dabei eine Aktion in Baden-Württemberg, exemplarisch mehr Tubistennachwuchs zu fördern, sowie allgemein sein Engagement um die Musikerziehung in Regelschulen.

Horst H. Sassik, Vice President Confederation of Wind Instruments (BDMV), with Gerhard A. Meinl, Chairman National Association of German Musical Instrument Manufacturers (BDMH)

v.l.n.r.:
Horst H. Sassik (BDMV) mit Gerhard A. Meinl

 

Musik bewegt - Berliner Apell zur musikalischen Bewegung in Deutschland

Präambel

Der Bundespräsident hat die Initiative ergriffen und weist mit einem Aktionstag „Musik für Kinder“ am 9. September 2003 auf die Bedeutung musikalischer Bildung für die Entwicklung der Gesellschaft hin.

Der Deutsche Musikrat hat mit einem begleitenden Kongress „Musik bewegt“ am 8. September 2003 dieses gesellschaftspolitische Signal durch die fachliche Diskussion unterfüttert.

Der Kongress „Musik bewegt“ verabschiedet den „Berliner Appell“ als Leitprogramm und Forderungskatalog – gerichtet an alle, die gesellschafts- und bildungspolitische Verantwortung tragen.

1. Vom „Mehrwert“ musikalischer Bildung

Musikalische Bildung ist – über ein bloßes Spezialgebiet hinaus – ein entscheidender Bestandteil allgemeiner Bildung, da sie Herz, Hand und Verstand gleichermaßen ausbildet. Dass die Musik die Persönlichkeit bildet, ist unbestritten; ihr Wert für den Erwerb zahlreicher in andere Lebenssituationen übertragbarer Fähigkeiten wird gerade erst erkannt. Jedoch beruht ihr Wirkungsprinzip auf ihrem eigenen Wert als Weg des Menschen zur Musik.

Musikalische Bildung

  • steigert die Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit mit dem Medium Musik und trägt zu Sinn, Erfüllung, Kommunikation und Lebensqualität bei.
  • stellt Menschen in einen gemeinsamen lebendigen Kulturzusammenhang und leistet einen Beitrag zu Identifikation, Frieden und Völkerverständigung.
  • entwickelt kognitive, emotionale und soziale Schlüsselqualifikationen und befähigt zu Kreativität, Lösungskompetenz und Teamfähigkeit.

Dem Wert musikalischer Bildung für Individuum und Gesellschaft ist Rechnung zu tragen

durch eine offensivere gesellschaftliche Wahrnehmung und Anerkennung – durch Politik, Medien, Verbände, aber auch durch jeden Einzelnen in Familie, Schule und Kirche, Jugendgruppe und Verein – sowie vermehrt auch im Berufsleben.

durch gesetzliche Verankerung musikalischer Bildung und durch öffentliche Förderung ihrer Träger in Kindergarten, Schule, Musikschule, Vereinen und freien Berufen.

durch wissenschaftliche Arbeiten zu den Wirkungen musikalischer Bildung in verschiedenen Disziplinen (Pädagogik, Sozialwissenschaft, Soziologie, Medizin ...) und praktische Modellprojekte.

2. Das Recht auf Musik verwirklichen

Bereits 1998 hat die UNESCO in Stockholm einen Aktionsplan verabschiedet, in dessen Mittelpunkt die Rechte aller Menschen auf Bildung, Kunst und Kultur stehen. Erstmals wird die Entfaltung kultureller Identität in den Rang eines Menschenrechts erhoben. In der Musiknation Deutschland ist der Zugang für alle Menschen zu musikalischer Bildung als wichtigem Kulturgut längst nicht mehr selbstverständlich.

Dem Grundrecht auf musikalische Bildung und Teilhabe am Musikleben ist Rechnung zu tragen

durch verfassungsrechtliche Ergänzungen im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bezüglich des „Rechtes auf Kultur und Bildung“.

durch eine gesetzliche Absicherung von kultureller Bildung als Kernbestand der Bildungs- und Kulturpolitik mit eindeutigen Zuständigkeiten auf den föderalen Ebenen.

durch ordnungspolitische Rahmenbedingungen, vor allem im Bereich des ehrenamtlichen Engagements und der Gemeinnützigkeit.

3. Musikalische Bildung kompetent umsetzen

Das Musikleben in Deutschland zeichnet sich traditionsgemäß durch eine hohe Differenzierung aus. Zahlreiche Institutionen und Organisationen engagieren sich in verschiedenen Zusammenhängen für musikalische Bildung. Dabei erreicht allein das schulische Bildungswesen alle Menschen in einer wichtigen Bildungsphase. Speziellere Angebote wie Musikschule oder Musikverein eröffnen Chancen für Millionen besonders Interessierter.

Eine neue konzeptionelle Abstimmung der musikalischen Bildungsträger ist anzustreben, um neuen Strukturen des Bildungswesens zu entsprechen und Wirkungen zu steigern:

  • Öffnung der musikalischen „Hochkultur“ gegenüber der musikalischen Bildung,
  • Zusammenarbeit allgemein bildender Schulen mit Musikschulen und anderen Musikangeboten im Rahmen der Einführung der Ganztags- und verlässlichen Halbtagsgrundschule,
  • Kindergärten als Partner in einer idealen Musikalisierungsphase,
  • Spielräume zur Talent- und Begabtenförderung.

Eine ausreichende und kontinuierliche musikalische Grundversorgung zu gewährleisten und die Kapazitäten für Musikunterricht bedarfsgerecht vorzuhalten, insbesondere

  • Musik und Musikübung in den Kindertagesstätten verbindlich vorzusehen,
  • Musik und Musikübung in der Grundschule zum „Normalfall“ (2 Wochenstunden) zu machen,
  • Musik vom „Wahlfach“ in der weiterführenden Schule bis Klasse 10 zum Pflichtfach zu machen,
  • Musikalische Grundstufe, Instrumental- und Ensemblespiel der Musikschulen abzusichern,
  • die musikalische Jugendarbeit der Laienmusik und der freien Träger gesondert zu fördern.

Die Aus- und Weiterbildung für Musikpädagogen und pädagogische Berufsgruppen zu fördern und zu verbessern, insbesondere

an den Hochschulen die Kapazitäten für Schulmusiker und Musikschullehrkräfte wesentlich zu erhöhen und die Ausbildungsstandards zu gewährleisten, an den (Musik-)Akademien und Berufsfachschulen integrierte Ausbildungskonzepte zu entwickeln, Musik für Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte zum Ausbildungspflichtfach zu machen, wobei in allen Ausbildungsinstitutionen der Vielfalt der Kulturen in unserem Lande Rechung zu tragen ist.

Der öffentlichen Förderung intelligenter und nachhaltiger Strukturen ist der Vorzug vor kurzatmigen, ständigem Innovationdruck folgenden Projektförderungen zu geben.

Auch die Kinder, Jugendlichen – und Erwachsenen –, an die sich Angebote musikalischer Bildung richten, müssen als ernstzunehmende Partner der Ausgestaltung dieser Angebote behandelt werden.

4. Den Dialog suchen und gemeinsam handeln

Die Unterzeichnenden rufen zu einer breiten gesellschaftlichen Allianz für die musikalische Bildung auf. Sie folgen, unter der Federführung des Deutschen Musikrates, der Initiative des Bundespräsidenten.

Ihr Handeln wird geleitet von der Idee der Kooperation innerhalb des gesamten Musiklebens, mit allen Kultur- und Bildungsträgern, mit der Politik in allen relevanten Ressorts und auf allen föderalen Ebenen, mit der Wirtschaft und ihren verantwortungsbewussten Protagonisten, mit Meinungsführer des gesamten gesellschaftlichen Spektrums, mit den Medien in allen sinnvollen publikumsorientierten Kontexten.

Die unterzeichnenden Akteure des Musiklebens bieten allen Partnern einen offenen, die gegenseitigen Interessen wahr nehmenden Dialog, fundierte Information, fachliche Beratung und gegenseitiges Lernen, gemeinsame Projekte und Joint Ventures bei Wahrung jeweiliger Zielsetzungen, Erarbeitung gemeinsamer Ergebnisse zur Evaluation.

Der Deutsche Musikrat soll gemeinsam mit allen fachlich, gesellschaftlich und politisch relevanten Gruppierungen eine KONZEPTION MUSIKALISCHE BILDUNG erarbeiten, die übergeordnete Zielsetzungen und ein konkretes jährlich fortzuschreibendes Arbeitsprogramm umfasst.

Berlin, 8. September 2003

Erstunterzeichner des Berliner Appells zur MusikalischenBildung in Deutschland

Prof. Dr. Detlef Altenburg, Präsidiumsmitglied DMR, Präsident der Gesellschaft für Musikforschung ·Prof. Dr. Hans Bäßler, Präsidiumsmitglied DMR, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulmusiker · Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins · Prof. Udo Dahmen, Vizepräsident DMR, Vorsitzender des Bundesfachausschusses "Populäre Musik" · Hubert Depenbusch, Behörde für Bildung und Sport Hamburg · Dr. Gerd Eicker, Präsidiumsmitglied DMR, Präsident des Verbandes deutscher Musikschulen · Dr. Hans-Herwig Geyer, GEMA Leiter Kommunikation · Dieter Gorny, Präsidiumsmitglied DMR, Vorsitzender des Vorstands VIVA Media AG · Karin Heyl, Dresdner Bank AG, Vorstandsmitglied Jürgen Ponto-Stiftung · Peter Herbolzheimer, Big Band Leiter, Leiter BuJazzO · Prof. Asmus Hintz, Leiter Yamaha Academy of Music · Christan Höppner, Vizepräsident DMR, Präsident des Landesmusikrates Berlin · Prof. Dr. Richard Jakoby, Ehrenpräsident DMR · Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Präsidiumsmitglied DMR, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen · Dr. Uli Kostenbader, Vizepräsident DMR · Martin Maria Krüger, Präsident DMR, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Musikakademien und Konservatorien · Prof. Dr. Eckart Lange, Präsidiumsmitglied DMR, Präsident des Landesmusikrates Thüringen · Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Präsidiumsmitglied DMR · Dr. Ulrike Liedtke, Präsidiumsmitglied DMR, Vizepräsidentin des Landesmusikrates Brandenburg · Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling, Präsidiumsmitglied DMR, Präsident des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz · Gerald Mertens, Geschäftsführer Deutsche Orchestervereinigung · Rainer Mehlig, Bundesgeschäftsführer Verband deutscher Musikschulen · Jens Michow, Vizepräsident DMR, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft · Wilhelm Mixa, Präsidiumsmitglied DMR, Schatzmeister des Deutschen Tonkünstlerverbandes · Yvonne Moissl, Präsidiumsmitglied DMR, 1. Beisitzerin der Deutschen Jazzföderation · Rolf Pasdzierny, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände · Thomas Rietschel · Peter Schneider, Direktor Nordkolleg Rendsburg · Prof. Dr. Ilse Storb, Essen · Oliver Schulten, Präsidiumsmitglied DMR, Geschäftsführer der Deutschen Phonoakademie · Prof. Dr. Jürgen Terhag, Vorsitzender des Arbeitskreises für Schulmusik · Monika Thiemen, Bezirksbürgermeisterin Charlottenburg-Wilmersdorf · Reinhart von Gutzeit, Präsidiumsmitglied DMR, Ehrenvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen · Ulf Werner, Präsidiumsmitglied DMR, Geschäftsführer des Ensemble Resonanz · Dr. Ulrich Wüster, Generalsekretär Jeunesses Musicales Deutschland.

 

Gerhard A. Meinl mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (10/2003)

Mitte September wurde ein engagierter Bürger und Unternehmer sowie Mäzen von Rang geehrt, Gerhard A. Meinl. Denn dieser hat nicht nur ein florierendes Unternehmen mit weit über 200 Mitarbeitern aufgebaut, sondern gilt nunmehr seit über einem Jahrzehnt als Motor der bundesdeutschen Musikinstrumentenindustrie.
Die Förderung der Musikausbildung junger Menschen liegt ihm ganz besonders am Herzen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang sein ehrenamtliches Engagement für das Klassenmusizieren. Seine Verdienste um den Aufbau bzw. Sicherung der vogtländischen Musikinstrumentenindustrie sind ganz besonders hervorzuheben, hat er nicht nur zur Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen, sondern dafür gesorgt, daß eine ganze Reihe neuer eingerichtet werden konnte wie auch weitere Unternehmen ihren Fertigungsschwerpunkt in den Musikwinkel, das Vogtland, verlegt haben.

Die Liste seiner ehrenamtlichen Aufgaben würde zu weit führen, hier erwähnt zu werden. Namhaft engagiert er sich an seinem Wohnort in Geretsried, aber auch an den Standorten seiner Fertigungen, die neben dem Vogtland einen Standort in Ungarn sowie in Paris und Amboise umfassen. Neben all diesen verantwortungsvollen ehrenamtlichen Aufgaben hat er kürzlich auch die Präsidentschaft des Europäischen Verbandes Confederation of European Music Industries (CAFIM) übernommen.

Gerhard A. Meinl betonte, dass seine neben- und ehrenamtlichen Aufgaben von ihm in dieser Weise nicht hätten erfüllt werden können, wenn er nicht von vielen Seiten Unterstützung erfahren hätte.

Wie hoch das Engagement von Gerhard A, Meinl eingeschätzt wird, mag an der Tatsache erkennbar sein, dass kein Geringerer als der Ministerpräsident des Freistaates Bayern es sich hat nicht nehmen lassen, Herrn Meinl persönlich die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde am 15. Oktober in der Staatskanzlei zu überreichen

Vogtländische Musikinstrumentenfabrik führt die JA Musik-Gruppe weltweit an

Die Geschäftsleitung der JA Musik GmbH Markneukirchen teilte mit, daß in diesem Geschäftsjahr eine sogenannte Verschmelzung der Vogtländischen Musikinstrumentenfabrik GmbH auf die JA Musik GmbH Markneukirchen erfolgte.

Gewerbepark 13Bislang war die JA Musik GmbH u.a. die Holding für die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik GmbH mit ihrer Blechblasproduktion im Gewerbepark 13 und dem Holzblas-Atelier in der Klingenthaler Straße 8 in Markneukirchen.
Weiterhin gehören dazu das elterliche Unternehmen des Vorsitzenden Geschäftsführers Gerhard A. Meinl, die Wenzel Meinl GmbH in Geretsried, vormals Graslitz; die SML Strasser Marigaux SAS in Paris, unter der wiederum die Oboen-Herstellung von Marigaux in der Normandie angesiedelt ist und die Blechblasproduktion von Antoine Courtois an der Loire. Neu hinzu kam noch im vergangenen Jahr die Sternberg Kft. in Budaörs/Ungarn.klingenthaler Str. 8

Mit der Verschmelzung wird nun in Markneukirchen alles auf eine Gesellschaft konzentriert. Die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik wird somit zur Mutter aller anderen Tochtergesellschaften der JA Musik GmbH. Firmieren wird dieses Unternehmen weiterhin als JA Musik GmbH Markneukirchen, wobei diese durch den Blasinstrumenten-Herstellungsbetrieb der Vogtländischen Musikinstrumentenfabrik dominiert wird.

Schließlich ist das auch im operativen Geschäft so: die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik fertigt Teile und Instrumente für die Tochterunternehmen, hat z.T. Vertriebsaufgaben für die gesamte Gruppe wahrzunehmen und ist natürlich auch mit 240 Mitarbeitern der größte Betrieb innerhalb der JA Musik GmbH. Somit soll auch die Steuerung von Markneukirchen ausgehen und die Erträge dorthin von den Töchtern zurückfließen. Das Gesamt-Management der Gruppe führt weiterhin der Vorsitzende Geschäftsführer Gehard A. Meinl zusammen mit seinem Stellvertreter Jakob Freiherrn von Wolff. Für diese Tätigkeit gibt es weiterhin eine eigene Betriebsstätte der JA Musik GmbH in Geretsried, im Gebäude der Wenzel Meinl GmbH.
Von Markneukirchen aus plant die Gruppe weltweit weitere Expansionen und somit kann die Zentralisierung des Musikinstrumentenbaus wieder stolz Markneukirchen als Beispiel anführen. Nicht umsonst hat die Landesbank Sachsen Girozentrale in ihrem letzten Geschäftsbericht die JA Musik GmbH unter dem Titel "Sächsische Erfolgsgeschichten gestern - heute" aufgenommen.

 

Aus TA Musik GmbH wird JA Musik GmbH

Vor 10 Jahren hatte Gerhard A. Meinl sein elterliches Unternehmen, die Wenzel Meinl GmbH in Geretsried, den Hersteller der Melton-Blechblasinstrumente, in den TA Triumph-Adler AG Konzern eingebracht und dort die Branche Musik aufgebaut und geleitet. So wurden unter dem Dach der starken Konzernmutter die ehemalige VEB Blechblas- und Signal-Instrumentenfabrik in Markneukirchen zur erfolgreichen Vogtländischen Musikinstrumentenfabrik GmbH umgewandelt und saniert, wobei erhebliche Investitionen zu tätigen waren.
Es kamen die SML Strasser-Marigaux Paris, der bekannte Oboen-Hersteller und Großhändler von kleinen Musikinstrumenten in Frankreich ebenso hinzu wie die seit 1803 bestehende Antoine Courtois S.A.S., heute in Amboise an der Loire.

So wurde die TA Musik-Gruppe zu einem schlagkräftigen Verbund von europäischen Markenherstellern für hochwertige Holz- und Blechblasinstrumente. Noch dieses Jahr wird in Ungarn die Sternberg Kft. als Neugründung eines Herstellungsbetriebes hinzutreten.

Im Rahmen der Fokussierungsstrategie auf dem Unternehmensbereich Triumph-Adler Experts @ Output hat die Triumph-Adler Spiel und Freizeit die TA Musik GmbH Markneukirchen im Rahmen eines Management Buyouts an eine Gruppe um den langjährigen Branchenmanger Gerhard A. Meinl Anfang August veräußert. Dabei erwarben die Partner des MBO 100 Prozent der Anteile der TA Musik GmbH, welche nun mit den gleichen Aufgaben einer Management Holding für die Beteiligungsgesellschaften aus dem Bereich Blech- und Holzblasinstrumente weitergeführt wird, wobei die Umbenennung in JA Musik GmbH zur Eintragung beantragt ist.
Neben dem 44-jährigen Rechtsanwalt Gerhard A. Meinl, der auch gelernter Metallblasinstrumenten- und Schlagzeugmacher ist sowie derzeit als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Musikinstrumenten-Hersteller fungiert, ebenso als 1. Vorsitzender des Dachverbandes Deutsche Musikwirtschaft und Veranstaltungstechnik, ist dies als kaufmännischer Geschäftsführer der Gruppe Jakob Freiherr von Wolff, der in England und Spanien Betriebswirtschaft studiert hat und aus dem Beteiligungsmanagement der TA Triumph Adler AG in München kam, weiterhin die operativen Geschäftsführer in der Vogtländischen Musikinstrumentenfabrik GmbH und der Wenzel Meinl GmbH, Herr Ferdinand Kleinschmidt, der über sein Musikstudium hinaus ebenfalls eine Lehre als Werkzeugmacher und als Metallblasinstrumentenmacher absolviert hat sowie der Wirtschafts-Ing. Herr Siebert Bernsau, der vor seinem Eintritt in die Geschäftsleitung der Vogtländischen Musikinstrumentenfabrik GmbH Betriebsleiter im Schreibmaschinenwerk der Triumph Adler AG in Frankfurt war.

Dieses Management-Team hat sich als Gesellschafter vorgenommen, weiterhin die Qualitätsführerschaft für hochwertige Step up und Profi-Instrumente verbunden mit einer konsequenten Markenpolitik zu realisieren. Dabei sollen vor allem die Verbundvorteile der JA Musik-Gruppe in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Verwaltung genutzt werden. Es gilt dabei, die Weltmarktführerschaft in mehreren Instrumenten-Gruppen zu halten bzw. auszubauen und zu erreichen, wobei immer auf die exzellenten Kontakte zu führenden Orchestern und Musikern weltweit gesetzt wird.

Der Vertrieb wird weiterhin international auf einem langfristig aufgebauten Groß- und Einzelhändlernetz basieren.
Das Unternehmen gibt derzeit eine ausgezeichnete Auftragssituation an, die die Kapazitätsauslastung der Produktion bis weit hinein in das Jahr 2002 sicherstellt