Wie Sie ihr Instrument richtig pflegen:

Ein Musikinstrument bedarf wie jeder Gebrauchsgegenstand der Pflege.

Der Zeitbedarf dafür ist äußerst gering, wenn man bedenkt, daß Ihnen Ihr Instrument bei normaler Pflege für sehr lange Zeit treue Dienste leistet und viel Freude am Musizieren bereitet.

Um Ihnen die Instrumentenpflege zu erleichtern, wird jedes neue Instrument von Haus aus mit einem Zubehörbeutel ausgeliefert, der ein weiches Tuch, eine Dose Zugfett sowie ein genau auf das Instrument abgestimmtes Ventilöl - entweder für Perinet- oder Zylinderventile - enthält.

Perinet-Ventile sind des öfteren herauszunehmen, mit einem fusselfreien Lappen abzureiben und dann mit einem geeigneten Perinet-Ventilöl zu versehen.

Hinweis:
Bitte nehmen Sie sich die Zeit und nehmen ein Perinetventil zum Ölen auch heraus, denn bei einem schnellen Öl"einwurf" durch den unteren Schraubdeckel kann sich kein Schmierfilm auf der gesamten Ventiloberfläche ausbilden.

Ventilöl für ZylinderventileZylinder-Ventile brauchen seltener geölt werden als Perinet-Ventile, danken aber die regelmäßige Pflege durch störungsfreien Lauf. Hier werden die Ventile im Instrument belassen, denn es müssen nur die Laufzapfen oben (unterhalb des Flügels) und unten (hierzu müssen Sie den unteren Schraubendeckel mit der Hand lösen) mit Zylinderventilöl behandelt werden. Bei der Gelegenheit können Sie auch alle beweglichen Teile des Druckwerks und die Stahlkugelgelenke mit Öl versehen.

Hinweis:
Bitte schütten Sie kein Öl (auch kein dünneres Ventilöl für Perinetventile!) durch die Züge in das Ventil, denn so wird nur das dicke Zugfett aus den Innenzügen ausgewaschen und verklebt dann das Ventil.

Auf die Ventil- und Stimmzüge sollte ab und zu Zugfett aufgetragen werden, um eine gute Gangbarkeit zu gewährleisten. Vorher sollte das alte Fett entfernt werden. Laufen Ihnen die Züge nach dem Auftragen des Fetts zu schwer, so kann man z.B. für die Ventilzüge einen Tropfen Ventilöl aufbringen, damit Trigger leichter laufen oder die Züge während des Spielens leichter gezogen werden können.

Reinigung

Von vornherein ein ausgezeichneter Schutz für das Aussehen ist die serienmäßige Lackierung des Instruments mit Diamantklarlack - ohne Oberflächenbehandlung wie Lackierung oder Versilberung würde das Messing "anlaufen". Bei unserer Einbrennmethode (Lack) wird der Ton nicht verändert.

Um den guten Auslieferungszustand des Lackes (oder der optionalen galvanischen Behandlung wie Versilberung) möglichst lange zu erhalten, wird jedes unserer Instrumente ab Werk in einen flauschigen, oberflächenschonenden Instrumentenbeutel verpackt, der mithilft, auch im späteren Gebrauch Ihr Instrument vor kleineren Kratzern zu bewahren.

Sie können mit dazu beitragen, die Instrumentenoberfläche möglichst lange im Auslieferungszustand zu erhalten. Dazu sollten Sie folgende Punkte beachten:
Trotz der hohen Widerstandsfähigkeit unserer Oberflächenbehandlungen können neben Uhren, Ringen etc. auch diverse Gegenstände an der Bekleidung wie z.B. Knöpfe, Gürtelschnallen usw. Kratzer verursachen. Der schädigenden Wirkung eventueller Handtranspiration läßt sich durch die Pflege mit einen weichen Lappen und ggf. einem speziellen Lackpflegemittel (nur bei lackierten Oberflächen) oder einem speziellen Putzmittel (nur für versilberte oder vergoldete Oberflächen ) entgegenwirken, am besten nach jedem Spielen.

Das gesamte Instrument sollte regelmäßig einer Innenreinigung unterzogen werden. Hierzu sind besondere Reinigungsbürsten oder -düsen im Fachhandel erhältlich. Nach ihrer Verwendung sollte man das Instrument mit lauwarmem, reinem Wasser gründlich durchspülen. Abschließend erfolgt das Ölen der Ventile sowie das Fetten der Züge wie oben beschrieben.

Ansonsten sollte dem Instrument nach dem Spielen Zeit zum Trocknen gegeben werden; ein sofortiges Verpacken des noch von innen feuchten Instruments in den Koffer oder Überzug wird dieses nicht danken; langfristig wird damit die Korrosion gefördert.

Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Mundstückbürstchens zur Reinigung, da schon die kleinsten Schmutzreste in der Seele des Mundstücks eine verschlechterte Ansprache sowie Stimmungsprobleme verursachen können. Hinweis: Lassen Sie das Mundstück nach dem Spielen nicht im Instrument stecken.

 

Allgemeine Wartung:

Spricht ein Zylinderinstrument einmal nicht richtig an, so überprüfen Sie zunächst einmal, ob die Ventilstellung stimmt. Diese Stellung ist im Sprengdeckel (sichtbar nach Abschrauben des unteren Schraubendeckels) gekennzeichnet. Bei Nichtübereinstimmung sollten Sie zunächst die Anschlagkorke auswechseln (lassen).

WasserklappenkorkEbenso wichtig ist der Wasserklappenkork. Die Abdichtung muß gewährleistet sein, ansonsten sind verschlechterte Ansprache und Klang die Folge. Der gute Fachhandel hat derartige Ersatzteile und auch Wasserklappenfedern in der Regel vorrätig.

Sollten sich wider Erwarten doch einmal Probleme ergeben, so wenden Sie sich am besten vertrauensvoll zunächst an Ihren Fachhändler, der das Problem fachgerecht und meistens schnell beheben kann.